Dies ist Teil 2 des Artikels über den Ausverkauf Deutschlands, der seit 1949 systematisch und mit Duldung sämtlicher Regierungen der BRD erfolgte. Wenn
Sie «Teil 1« nicht gelesen haben, sollten Sie es nachholen. Andernfalls lassen
sich die Zusammenhänge nur schwer verstehen.
Emblem der Europäischen Union

Bereits von Anfang an war Deutschland der Spitzen-Nettoeinzahler für die Europäische Union [55]. Ohne die Bundesrepublik Deutschland wäre die EU wahrscheinlich sogar nicht existent.
Laut einer Untersuchung von Professor Willekes von der Uni Heidelberg hat Deutschland allein zwischen 1990 und 2002 netto 278,9 Mrd € mehr an die EU gezahlt, als erhalten.
Der Bundeskanzler Helmut Kohl hatte Deutschland im Abkommen von Edingburgh
dazu verpflichtet, immer mindestens 40% aller EU-Kosten und Subventionen zu übernehmen; und Kanzlerin Merkel (“mein Mädel”, wie der Ex-Kanzler und heutige Milliardär Kohl sie des öfteren bezeichnete) hat 2005 unter dem Jubel der Presse
2 Mrd € zusätzlich zugesagt [56].
Es wird somit langsam klar, dass der Hauptzweck der CDU weniger „christlich-demokratisch“ ist, sondern mehr darin besteht, Deutschland uneingeschränkt zum Zahlmeister für die EU, die NATO, die UN und zahlreiche andere Organisationen zu machen und sich nebenher die davon abfallenden Pfründe zu sichern.
Churchill und Roosevelt

Dabei stehen die Alliierten des zweiten Weltkrieges in
der ersten Reihe. Bis 1983 hatte die Bundesrepublik alle Forderungen aus dem Londoner Schuldenabkommen von
1953 bezahlt, doch durch die “Wiedervereinigung” lebte
die Schuld erneut auf. Am 3. Oktober 1990 versprach die Bundesrepublik, die Verpflichtungen aus dem Londoner Schuldenabkommen erneut zu bedienen.
Seit dem 3.10.2010 sollte diese Schuld nun eigentlich getilgt sein, sofern die Goldklausel nicht heimlich zu weiteren An­sprüchen führte. Nach dieser Goldklausel hätten die Gläubiger sich ihre Forderungen auch wahlweise in Gold auszahlen lassen können, womit sie sich die Schuld dann um etwa den Faktor 1000 vergrößern würde.
Diese Goldklausel – und somit der Schuldfaktor – gilt faktisch noch heute.
Besonders weit vorn mit Forderungen stehen die USA, denn zusammen mit den
50 Mrd € im jährlichen US-Außenhandelsdefizit (bzw. dem deutschen Exportüber- schuss gegenüber den USA); den 80 Mrd € für die Schuldentilgung; den 6 Mrd €
für das in Deutschland stationierte US-amerikanische Militär und den 31,5 Mrd €
für die Bundeswehr bzw. NATO, sind es heute etwa 167,5 Mrd €, die Deutschland jährlich an die USA zahlt.
Man mache sich klar, dass allein mit diesem Geld 10 Millionen Deutsche, also beispiels- weise alle Arbeitslosen und Studenten, eine zusätzliche Apanage von 16.585 € jährlich (oder umgerechnet 1.382 € monatlich) erhalten könnten !
Ramstein Air Base - US Air ForceRund 25.000 britische und 68.000 amerikanische Soldaten sind noch auf deutschem Boden stationiert – an 72 Orten, mit 159 Abrams Panzern, 173 Panzern M2, 18 Raketenwerfern, einer unbekannten Anzahl von Flugzeugen sowie mit über 100 Atombomben [57].
Das sind weit mehr, als einem freundlichen Austausch im Rahmen einer Zusammenarbeit entspricht; dieser Umfang entspricht einer vollen Besatzungsstärke wie im Irak. Deutsche Behörden und Politiker dürfen diese Einrichtungen nicht inspizieren.
Das Recht auf weitere Stationierung und absolute Bewegungsfreiheit
haben sich die alliierten Streitkräfte im Rahmen der deutschen “Wiedervereinigung” heimlich verlängert. Nach § 120 des Grundgesetzes übernimmt Deutschland weiterhin sämtliche Besatzungskosten!
Die alliierten Soldaten kosten Deutschland etwa 6,9 Mrd $ jährlich, von denen 1,2 Mrd $ durch die Übernahme von Stationierungskosten getragen werden. Weitere 5,7 Mrd $ wurden z.B. in 2000 als „foreign development assistance“ gezahlt [58].
Während Japan nur etwa 78% der Kosten für die dort stationierten amerikanischen Soldaten übernehmen muss [59], ist für Deutschland im Artikel 120 des Grundge- setzes festgelegt, dass die BRD die Aufwendungen für die Besatzungskosten in
voller Höhe trägt [60].
Dem kommt Deutschland auch gewissentlich nach. Hier nur 4 Beispiele:
  1. In Grafenwöhr wurde im Jahr 2005 der Neubau eines Truppenübungsplatz für
    3.400 US-Soldaten begonnen, wobei allein die militärische Infrastruktur etwa
    650 Mio € kostete [61].
  2. Die Militärflughäfen Spangdahlem (Eifel) und Ramstein (Pfalz) wurden 2005 für die Nutzung durch die US Air-Force für 400 Mio € ausgebaut [62], weil die Basis am Flughafen Frankfurt/Main nicht mehr als Haupt-Tor für den Einsatz in Europa ausreichte [63].
  3. Nach Aussagen des sächsischen Innenministeriums dient der für 350 Mio € ausgebaute Großflughafen Leipzig nicht nur der DHL der deutschen Post, sondern vor allem der NATO als internationales Drehkreuz [64]. Die DHL hat in diesem Rahmen auch Versorgungsflüge in den Irak und nach Afghanistan übernommen, und seit 2008 fliegen täglich durchschnittlich 1.500 US-Soldaten von Leipzig zu ihren Einsätzen ab.
  4. Für die in Leipzig stationierte NATO Response-Force wird die BRD-Regierung bis zum Jahr 2012 sechs Antonow-Transportflugzeuge anschaffen und stationieren, von denen jedes 120 Tonnen Kriegsgerät weltweit zu einem beliebigen Einsatzort bringen kann. Die Kosten dafür wurden mit 7,2 Mrd € beziffert.
Die eigenen “Streitkräfte” dagegen kosten Deutschland „nur“ 31,5 Mrd € jährlich [65].
Zusammen mit den Kosten für die in Deutschland stationierten US-Soldaten hat die BRD (mit 35,4 Mrd €) somit fast ebenso hohe Militärausgaben wie Russland.
Mit Blick auf die angrenzenden Länder ist heute eigentlich jede Sorge unberechtigt, Deutschland könnte von einem Nachbarn angegriffen werden. Und auch das Feindbild “Terrorismus” und die Verfolgung von Taliban in den Wüsten Afghanistans taugen kaum
dazu, die ausgegebenen Milliarden für Kriegsschiffe, U-Boote und hunderte von Panzern
zu rechtfertigen.
Für die von den USA geführten Kriege ist zudem immer wieder eine Beteiligung fällig:
6 Mrd $ zahlte Deutschland für den 1. Golf-Krieg in 1991 [66] – und für den letzten Überfall auf den Irak ist schon mal die Schuldzuweisung der Amerikaner da: ein deutscher BND-Mann hätte falsch über die Massenvernichtungswaffen informiert. Dieser Mann war der damalige Außenminister Frank-Walter Steinmeier, der damals Regierungsbeauftragter für die Nachrichtendienste der Bundesregierung war. Damit ist klar, warum Steinmeier Nachfolger von Joschka Fischer wurde.
Schröder, GerhardAnfang 2004 hatte Bundeskanzler Schröder bei seinem Besuch in Washington eine Unterstützungszahlung für den Irak-Krieg in Milliardenhöhe zugesagt. Deutschland bildet seitdem irakische Offiziere und Polizisten aus, hat hunderte LKW an die neue irakische Armee geliefert, dient für die Amerikaner als Nachschubdrehscheibe und versorgt die verletzten GIs.
Weitere deutsche Milliarden wurden für die Osterweiterung der NATO zugesagt [67].
250 Mio € werden jährlich an die Terror-Spezial­einheit KSK ausgegeben – die zwei (bald drei) atomwaffenfähigen U-Boote zum halben Preis und den Satz Patriot-Raketen im Wert von 1,3 Mrd € als Geschenke an Israel noch gar nicht mitgerechnet.
Neben all diesen Rüstungsmilliarden hören sich die Zahlungen für “Entwicklungshilfen” fast gering an. Zwischen 2005 und 2008 flossen 320 Mio € für diverse Aufbauhilfen an Afghanistan [68], zusätzlich zu den 821.000 € für Liberia, den 683.000 € für Nord- Uganda und den 500.000 € für Somalia … usw. Die restlichen bedürftigen Länder der Welt erhielten zusammengenommen im Jahr 2003 nur 71,5 Mio € [69].
An die verschiedenen Organisationen der Vereinten Nationen (UN) gehen dann noch mal etwa 900 Mio $ jährlich [70]. Kleinigkeiten wie 4,7 Mio € an die Türkei für die Behand- lung der dort lebenden Angehörigen der in Deutschland arbeitenden und versicherten Türken brauchen wohl gar nicht erwähnt zu werden [71]. Doch Geld wird auch noch ganz anders verschoben: als Kredit, als Zinszahlung, als Bezahlung und als Gewinn- abführung. Irgendwie kann das Gefühl aufkommen, dass der ganze freie Markt und Welthandel gegen Deutschland arbeitet.
Deutschland hat die letzten sechzig Jahre in zunehmendem Maße wirtschaftliche und finanzielle Unterstützungsleistungen an die USA, an Israel, an die EG (EU), die NATO und an die UN geleistet. 2008 erreichten die Zahlungen ein Ausmaß, die der deutsche Steuerzahler nicht mehr zu stemmen vermochte. Die faulen Kredite der amerikanischen Lehman-Bank brachten das Fass zum Überlaufen, sie machten den deutschen Landesbanken zu schaffen und waren vom deutschen Steuerzahler schließlich nicht mehr aufzubringen – beziehungsweise ihm nicht genügend schnell anzudrehen.
Bankstrategen schätzten nämlich die Ersparnisse der Deutschen auf 3,4 Billionen € – und an diese Gelder wollte man eigentlich ran. Doch den deutschen Sparern und Anlegern konnten die US-Anlagen einfach nicht schnell genug als Fonds und Dachfonds, als Zertifikate, Turbos, Minis, Calls und Puts, Calls-for-Difference und TFDs verkauft werden. Der Bedarf an deutschen Käufern überstieg die Nachfrage bei weitem, so dass die Banken letztlich auf ihren minderwertigen Papieren sitzen blieben – und noch drauf saßen, als diese sich als wertlos erwiesen. Die deutsche Ursache der Finanzkrise.
Die Banken spielen beim Verschieben deutschen Geldes ins Ausland auch deswegen eine besondere Rolle, weil viele der rund 30.000 Pleiten deutscher Firmen pro Jahr vermeidbar wären, wenn die Banken den deutschen Unternehmen mit Krediten weiterhelfen würden, anstatt das Geld ins Ausland zu verschieben.
Deutsche Bank SkylineOft ist bei den insolventen deutschen Firmen die Auftrags- lage sogar gut, es fehlte den Unternehmen nur das nötige Geld, um das Material für Aufträge vorzufinanzieren. Nach einer Umfrage der Handwerkskammer Münster aus dem Jahr 2004 werden 27% der Kreditanträge der Handwerksbe- triebe von ihren Hausbanken abgelehnt. Eine Umfrage des Münchener ifo-Instituts bei 1000 Firmen Anfang 2004 hatte zum Ergebnis, dass 79% der Befragten angaben, nicht zu hohe Löhne, sondern Kapitalmangel und die Kreditvergabe- praxis der Banken seien Schuld am deutschen Innovations- mangel [72].
So sahen nach einer GEM-Umfrage 2003 in Deutschland auch nur 13% gute Chancen für Unternehmensgründungen, während es in Finnland z.B. 48% waren [73].
Die “Deutsche Bank” spielt dabei ganz vorne mit. Die Deutsche Bank ist eine Art “deutsche Zentralbank”, auch wenn sie nicht selbst Euros drucken darf. Sie dient den meisten deutschen Banken als Zwischenstation für die Abwicklung von Geldgeschäften mit dem Ausland, sie berät die Bundesregierung und andere Banken, und sie gewährt anderen deutschen Banken Kredite, wenn diese solche brauchen.
Letztlich erweist sie sich aber weniger als Bank der Deutschen, sondern mehr als Interessenvertretung von englischen und amerikanischen Banken in Deutschland mit dem Ziel, deutsches Geld und deutschen Besitz umzuwidmen. Ihr Machtzentrum hat
die Deutsche Bank darum auch in London mit dem Group Executive Committee
und dort spricht man explizit von einerDe-Germanizationder Deutschen Bank. So war die Deutsche Bank auch maßgeblich am Verkauf von Mannesmann an Vodafone beteiligt.
Aber erst ab dem Jahr 2003 ging man die Eroberung des deutschen Marktes richtig an.
Ackermann, JosefDazu gründete man die „Initiative Finanzstandort Deutschland (IFD)“, deren Sprecher zufällig der Herr links im Bild wurde: Josef Ackermann. Mitglieder der Initiative waren ausschließlich amerikanische Investmentbanken, nämlich die deutschen Vertreter von Lehman Brothers, Goldman Sachs, Morgan Stanley, JPMorgan, Citibank und Merrill Lynch [74].
2003 beriet die Deutsche Bank, angeführt von Josef Ackermann, den Bundeskanzler Gerhard Schröder und seinen Finanzminister Hans Eichel dahingehend, Zweckgesellschaften wie z.B. die IKB für den Handel mit Risikopapieren einzurichten [75]. Der deutsche Staat folgte dieser Weisung praktisch sofort und förderte diese “Spezialbanken” sogar noch dadurch, dass sie seitdem keine Gewerbesteuer mehr bezahlen müssen. Der „verstärkte Einsatz neuer Finanzierungsinstrumente“ wurde im Koalitionsvertrag von SPD und CDU beschlossen.
Das Bundesministerium der Finanzen ließ sich 2003 dann ein Gutachten dazu erstellen, wie es denn den Kreditbedarf des Mittelstandes besonders fördern könnte. Das Gutachten wurde bestimmt nur zufällig an die Boston Consulting Group vergeben. Und man hatte der Boston Consulting Group womöglich nicht gesagt, dass es bei der Fragestellung darum ging, den deutschen Mittelstand zu fördern, nicht den amerikanischen. Heraus kam dann nämlich die Empfehlung, doch in amerikanischen Asset Backet Securities (ABS) zu investieren, die man heute als Schrottimmobilien bezeichnen würde.
Sogleich warf sich das Bundesfinanzministerium mächtig ins Zeug, deutsche Banken in ABS investieren zu lassen [76]. Der damalige ministerielle Aufseher der Bankenkontro- lleure der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), SPD-Mitglied Dr. Jörg Asmussen, war praktischerweise gleichzeitig Beiratsmitglied der IKB-Bank und Mitglied im Gesellschafterbeirat der Lobbyorganisation für den Verkauf von ABS in Deutschland, der True Sale International GmbH, und erleichterte im Jahr 2006 den Kauf der ABS, indem er sein Ministerium anwies, keine unnötigen Prüf- und Dokumentationspflichten entstehen zu lassen.
Nach dieser Glanzleistung “zum Wohle des deutschen Volkes” wurde Jörg Asmussen zum Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen befördert [77].
Die IKB kaufte in der Folge massenweise ABS (Asset Backed Securities). Man schob
das größte Verbriefungsprogramm Europas an, womit Deutschland den Großteil der US- Schrottimmobilien von rund 2 Billionen Euro übernahm [78]. Die BaFin prüfte die IKB im Jahr 2005 und fand sogar alles großartig; auch die Ratingagenturen gaben weiterhin grünes Licht; der Aufsichtsrat sah keinerlei Risiko oder durfte es nicht sehen [79].

Jim Cramer

Der amerikanische Investmentguru Jim Cramer meinte derweilen bei einem Fernsehauftritt in den USA, die deutschen Bankiers seien echte Deppen, denen könne man alles verkaufen [80].
Als die Immobilienfonds 2007 einbrachen, sperrte die Deutsche Bank der IKB die Kredite [81] … und in der Konsequenz brach die IKB zusammen. Die BRD (also wir Steuerzahler) rettete die IKB darauf mit 10 Mrd € und verkaufte sie dann für nur 150 Mio € an die US-Fondsgesellschaft Private Equity Fund Lonestar.
Auch bei der Einrichtung der DEPFA als Zweckgesellschaft für die Hypo Real Estate half die Deutsche Bank mit. Die DEPFA, 1922 für den deutschen Kleinwohnungsbau gegründet, hat heute ihren Hauptsitz in Irland und weitere Büros in den USA und in Israel. Eines ihrer Aufsichtsratsmitglieder ist der Rechtsanwalt Bernd Knobloch, Sohn von Charlotte Knobloch, der ehemaligen Präsidentin des ZdJ (Zentralrat der Juden). Die Bank übernahm mit ihrem US-Ableger First Albany Securities in New York, Chicago und an anderen Orten gewaltige Mengen wertloser ABS in Höhe von rund 400 Mrd €. 2008 hatte die DEPFA plötzlich über ein Finanzloch in der Größe von 50 Mrd € zu klagen und wollte mit einer deutschen Staatsbürgschaft gerettet werden [82].
Der Staat unterstützte die Deutsche Bank auch in anderer Weise mit seiner Steuergesetz-gebung. Die Deutsche Bank hat neben Niederlassungen in Deutschland und den USA auch welche in den Steuerparadiesen Luxemburg, Jersey, der Schweiz, in Dubai, sowie in Irland.
In Deutschland zahlt die Deutsche Bank keine Steuern mehr. Im Gegenteil sogar:
Im Jahr 2000 erhielt sie umgekehrt vom deutschen Finanzamt ca. 8 Mrd € [83]. Aber natürlich erhalten die Shareholder stets ihre Dividenden und die Topmanager ihre fürstlichen Gehälter. Während die Firmen und Konzerne 1967 noch 42% zum Steueraufkommen beitrugen waren es 2003 nur noch 8%. Und mit der Kapitalsteuer-„Reform“ 2007 wurden die Unternehmen noch einmal weiter entlastet, um den Standort Deutschland für Firmen attraktiver zu machen.

Muppets

Deutsche Politiker eine Muppet-Show?
Auf Weisung der BRD-Politiker haben die deutschen Banken mit den sogenannten Basel II-Vorschriften die Kreditvergabe an deutsche Unternehmen deutlich erschwert. Die Banken verweigern den deutschen Unternehmern seitdem oft auch kleinste Kredite, während sie das Geld großzügig und vorzugsweise an amerikanische und englische Firmen weiterreichen.
Während also die Kreditbedingungen für deutsche Unternehmen verschärft wurden, gab die deutsche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) der amerikanischen Fluglinie UAL im Jahr 2002 einen Kredit von 500 Mio $, und zwar aus Geldern, die eigentlich für bedürftige deutsche Firmen des Mittelstandes gedacht waren.
Weil nach dem erklärten Krieg gegen den “Terrorismus” die Passagiere internationale Flüge mit amerikanischen Fluggesellschaften mieden, sind die amerikanischen internationalen Fluglinien deswegen in eine schlimme Krise geraten. Da war damals kein Geschäft zu machen.
Die Hessische Landesbank gab der amerikanischen Fluglinie UAL 216 Mio $, die Norddeutsche Landesbank 131 Mio $, die HypoVereinsbank 97 Mio $, die Bayerische Landesbank 75 Mio $ und die Deutsche Bank 47 Mio $. Auch die HSH Nordbank und die Dresdner Bank gaben über 30 Mio $ Kredit [84]. Nachdem UAL Insolvenz anmeldete und alle deutschen Gelder verloren waren, fanden die Entlassungen vor allem bei den deutschen Banken statt.
Auch die deutsche WestLB, deren Eigentümer zu 43% das Land Nordrhein-Westfalen ist und die eine Dachorganisation von vielen hundert Sparkassen deutscher Sparer und kleiner Unternehmen ist, arbeitet offensichtlich in erster Linie zum Wohl des Auslands.
WestLBAnstatt deutsche Firmen vor der Insolvenz zu bewahren, investierte und verlor sie lieber einige 100 Mio $ mit der amerikanischen Flugzeugleasingfirma Boullion Aviation.
Dem britischen TV-Geräteverleiher Boxclever, der praktisch pleite war, gab die WestLB noch einen Kredit von 1,3 Mrd Pfund (etwa 2 Mrd €) und musste dann 2002 mit einem Jahresverlust von 1,7 Mrd € (dem größten in der Geschichte der Bank) fast selbst Insolvenz anmelden [85].
Das Geschäft mit Boxclever war von der amerikanischen Finanzmanagerin Saunders für die WestLB eingefädelt worden. Nachdem die WestLB 2003 nochmal 860 Mio € in Boxclever investiert hatte, gab sie diesen Verlustbringer Anfang 2004 wieder für 518 Mio € zurück [86].
Trotz dieser Pleite erhielt der Chef der WestLB, Jürgen Sengera, später eine Abfindung von ca. 3,5 Mio € [87].
Zu dieser Zeit war Peer Steinbrück (SPD) Finanzminister in Nordrhein-Westfalen
und kassierte für seine Tätigkeit im Aufsichtsrat bei der WestLB pro Jahr 25.000 € zusätzlich.
Er fühlte sich offensichtlich den Firmen und Arbeitern bei der britischen Boxclever mehr verpflichtet als den Firmen und Arbeitern, die ihn gewählt hatten. Kein Wunder also, dass Peter Steinbrück erst Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und dann Finanzminister für Deutschland wurde. So jemanden wünscht man sich natürlich in England als Finanzminister von Deutschland.
Die verlorenen Gelder stammen großenteils aus dem Bundesvermögen der Salzgitter AG, der Preussag AG, aus Zonenrandförderungsgeldern und aus dem Verkauf von etwa 7.500 bundeseigenen Wohnungen. Der damalige Chef des Aufsichtsrates der Preussag AG und spätere Chef der WestLB, Friedel Neuber, verwandelte in kürzester Zeit ein Bundesvermögen von 12 Mrd € in 5,4 Mrd € Schulden [88]. Als Prof. Dr. Selenz 1998 als Vorstand der Preussag AG eine um 2,5 Mrd DM fehlerhafte Bilanz unter solchen Umständen nicht unterschreiben wollte, warf Neuber Selenz einfach hinaus [89]. Die landeseigene Wohnungsgesellschaft LEG verkaufte Nordrhein-Westfalen 2008 zum Spottpreis der US-Investmentbank Goldman-Sachs, welche die Mieten der 92.000 Wohnungen dann sofort erhöhte. Instandgehalten werden in die Immobilien aber nicht, eher ist damit zu rechnen, dass Nordrhein-Westfalen einst völlig heruntergekommene Wohnungen wird zurückkaufen oder abreißen lassen müssen [90].
Das Stahlunternehmen Preussag kaufte dann den Reiseanbieter TUI und damit das marode englische Reiseunternehmen Thomas Cook, als die Schulden dieses Unternehmens bei der WestLB erdrückend waren. So half man der WestLB und Thomas Cook, aber zu Lasten des Bundesvermögens und damit des Steuerzahlers. Das alles geschah im Einvernehmen mit der Politik. Der Ex-MdB Wolf-Dieter Zumpfort berichtete im ARD-Bericht aus Berlin am 19.9.2003 freimütig, dass hierfür über eine Clearingstelle in der Schweiz „Geld in Umschlägen unter dem Tisch an Politiker und Beamte“ verteilt wurde. Doch obwohl die WestLB schon Anfang 2008 krisengeschüttelt war, schien sie noch genügend Geld übrig zu haben, denn Ende 2008 mietete sie noch die oberen drei Etagen für das geplante neue New Yorker World Trade Center für die nächsten 15 Jahre an, für 800.000 € pro Monat [91] ! Die Finanzierung des neuen World Trade Centers muss wohl sichergestellt werden.
Als es Ende 2003 in der Presse breit hieß, dass der amerikanische Chiphersteller AMD 2,4 Mrd € in Dresden investieren wollte, wurde das als Indikator dafür hingestellt, was für ein investitionswürdiger Standort Deutschland doch sei. Näher hingeschaut bedeutete das aber, dass AMD von den 2,4 Mrd € nur 900 Mio selbst investierte, und 1,5 Mrd € als Landes- und Bundesbürgschaften in Form von deutschen Fördergeldern an AMD gegeben wurden. Bei dieser asymmetrischen Investition würde man eigentlich die Aktienmehrheit in deutscher Hand sehen wollen. Oder man hätte für ein paar Euro weniger eine eigene Fabrik bauen können [92] [93].
Auch bei anderen großen Firmen gibt es durch die Freundschaft und die Konsenshaltung mit der amerikanischen und englischen Politik ganz neue, kreative Wege, die von deutschen Arbeitern erzeugten Vermögen ins Ausland zu verschaffen. So kaufte die Telekom im Sommer 2000 die marode amerikanische Firma Voice­stream, die eigentlich höchstens 10 Mrd € wert war, für völlig überteuerte 40 Mrd €. Interessant ist dabei, dass durch dieses Vergrößern des Besitzes der Telekom andere Aktionäre mit ins Boot kamen, wie die US Investmentbank Goldman Sachs, so dass die Telekom, die zuvor zu 58% der Bundesrepublik Deutschland gehörte, seitdem nur noch zu 44% in deren Besitz ist [94].
Die BRD hat durch diesen Kauf die Mehrheit an der Telekom abgegeben.
Weitere 4,5% Anteil an der Telekom hat dann Mitte 2006 noch mal der US-amerika- nische Equity-Fond Blackstone bekommen, herein gebeten vom deutschen Finanzminister Peer Steinbrück. Durch den Geldtransfer von 40 Mrd € von der deutschen Telekom konnten in den USA dann allerlei strukturelle Verbesserungen beim VoiceStream-Konzern durchgeführt werden, während es für die viele Mitarbeiter der Telekom Entlassungen gab. So weit zur Einkaufsstrategie der Telekom.
Man muss sich einmal vorstellen, was für ein Riesenbetrag allein diese 40 Mrd € sind.
Ein Vergleich mit den Werten des Bundeshaushaltes 2004 zeigt die Größenordnung: ohne solche Verluste wären für viele Vorhaben ausreichend Geld vorhanden. Warum
hat die staatseigene Telekom dem Bund nicht einen Kredit in einer Höhe eingeräumt, der die Zinszahlungen ins Ausland wesentlich erniedrigt hätte?
Nicht nur beim Einkaufen, auch beim Verkaufen macht die Telekom nicht unbedingt Gewinn.
Im Oktober 2005 trennte sich die Telekom von ihrem 49%-igen Anteil an der Firma Digame, einem Servicenummernanbieter, der Telefonabstimmungen durchführt. Bei einem Umsatz von rd. 60 Mio € erzielte Digame in 2004 einen Gewinn von rund 4 Mio € und der Wert der Firma wurde auf mind. 50 Mio € taxiert. Bei dem Verkauf an die Beteiligungsgesellschaft Spütz erhielt die Telekom nicht nur nichts, sondern legte beim Verkauf noch 39 Mio € drauf und trat zudem noch ihre 10%-ige Beteiligung an der holländischen Holding Twister an die Spütz AG ab. Kontrolliert wird die Spütz AG übrigens von dem israelischen Geschäftsmann Jacob Agam.
Die Zeitung „Die Welt“ schrieb, Jakob Agam hätte der Telekom Antisemitismus vorgeworfen und mit einer Klage vor US-Gerichten gedroht. Nach einem verlustreichen Kauf durch Ron Sommer nun ein verlustreicher Verkauf an Jakob Agam [95].
Die Verkäufe von Mannesmann an Vodafone, von Digame an Spütz, und vom Dualen System an KKR zeigen, wie deutsche Riesen von ausländischen Zwergen übernommen werden können.
Besonders die Übernahme des Dualen Systems ist dabei beachtenswert, weil es sich hier auch wieder um reines Staatseigentum handelt. Die Firma „Das Duale System Deutschland“, der Grüne Punkt, wurde als Monopol in Deutschland angelegt und die deutschen Einzelhändler wurden staatlich verpflichtet, Verpackungen mit dem grünen Punkt zurückzunehmen. Gleichwohl Fachleute den Wert der Firma auf 1,6 Mrd € schätzten und die Firma allein auf ihrem Bankkonto 836 Mio € auswies, verkaufte die BRD im Jahr 2004 das “Duale System Deutschland” für lediglich 260 Mio € an den amerikanischen Hedgefond KKR. Der Hedgefond KKR nahm zum Erwerb einen Kredit auf, den er dann aus der erworbenen Firmenkasse des Dualen Systems Deutschland zurückzahlte [96]. Nach diesem Prinzip plant der Staat inzwischen auch den Verkauf deutscher Wälder an ausländische Firmen und Fonds.
Es gibt zahlreiche Hinweise darauf, dass es auf der Grundlage bester Kenntnisse der wirtschaftlichen Verhältnisse von Berufsgruppen und Einzelpersonen gezielte finanzielle Abschöpfungsprogramme gibt. In Zahnarztkreisen wurden beispielsweise 1987 von Finanzberatern geschlossene Immobilienfonds mit Abschreibungsmodellen als Alterssicherung vertrieben, bei denen zunächst eine 30-jährige Garantie der Stadt Berlin für die Förderung der Sozialwohnungen im Fond bestand. Rund 4 Mrd DM wurden so zusammengetragen. Nach 15 Jahren zog der Berliner Finanzsenat die Garantie jedoch zurück, die Einlagen in typischer Höhe von jeweils 50.000 DM gingen verloren, und heute sollen die Betroffenen sogar Beträge von 25.000 € gemäß der Nachschusspflicht aufbringen und einzahlen. So mancher Zahnarzt verliert dadurch seine gesamte private Altersvorsorge. Pikanterweise war dem Berliner Finanzsenat aber schon 1984 klar, also vor dem Start des Fonds, dass die Förderungen nur 15 Jahre lang laufen sollten [97].
Die im Jahr 2008 in Konkurs gegangene US-Bank Lehman Brothers war schon etwas besonderes, was sich allein daran zeigt, dass sie in den USA zwischen 2000 und 2008 die Anzahl von 360 Strafgerichtsverfahren durchzustehen hatte.

Lehmann Brothers Bank

Einige Prozesse wegen Bilanzbetruges richten sich dabei direkt gegen den Firmenchef Richard Severin Fuld [98].
Als die US-Bank Lehman Brothers 2008 Pleite ging, verloren etwa 50.000 deutsche Rentner und Sparer bei der Citibank, der Dresdner Bank und den Spar- kassen ihre kleinen Ersparnisse eines ganzen Arbeitslebens.
Der durch die Pleite von Lehman verursachte Schaden in Höhe von rund 300 Mrd $ entstand schwerpunktmäßig außerhalb der USA, und da die USA sich ausländischen Kunden nicht verpflichtet fühlen, bestand für die USA bei der Pleite auch kein Anlass, die Bank zu retten.
Bei Lehman Brothers waren die Zertifikate zudem von vornherein nie für eine Rückzahlung vorgesehen, sondern die Einnahmen wanderten direkt in einen Bilanzausgleich [99].
Verwundert beginnen die Sparer deswegen heute langsam zu verstehen,
dass, anders als früher, die Räuber bei einem Bankraub nunmehr auf der anderen Seite des Tresens stehen
. Doch während die Bankräuber von früher zumeist gefasst und ins Gefängnis geworfen wurden, erhalten sie heute als Vorstände und Aufsichtsräte prächtige Boni für ihre Verbrechen.
Solche Zertifikate wurden in den neunziger Jahren von US-Banken wie Lehman Brothers, Goldman Sachs oder Meryll Lynch als Finanzprodukte entwickelt – und
das etwa zur selben Zeit, als Penny Pritzker, die amerikanische Hotelerbin der Hyatt-Kette und Finanzchefin der Obama-Wahlkampagne (Yes, we can), die
Verbriefung von hochriskanten Hypothekenbriefen erfand, deren Umsatz man
auf 600.000 Mrd Dollar schätzte [100].
Zertifikate ermöglichen ein besonders einträgliches Geschäft mit Anlegern außerhalb der USA, denn den US-Sparern war und ist der Handel mit diesen Zertifikaten untersagt.
Zielgebiet für den Raub war ins­besondere Deutschland, denn es war bekannt, dass die Deutschen weltweit die größte Menge an Ersparnissen auf einfachen Sparkonten hatten: über 3,4 Billionen Euro. Zertifikate zeigen Kursbewegungen,
die zwar einen Bezug zu einer Aktie, einem Index oder einem Rohstoff haben, die ansonsten aber finanzmathematisch relativ frei definiert werden können.Damit sind der “Kreativität” der Derivate-Entwickler keine Grenzen gesetzt, denn es können Schwellen und Hebel eingebaut sein, die das Geld ruck-zuck vom Anleger zur Bank befördern.

Der als Finanzkoryphäe und als Investmentlegende bekannte Warren Buffett bezeichnete diese Derivate als „finanzielle Massenvernichtungswaffen[101].
Sollte eine Kursbewegung aber einmal ungünstig für eine Bank sein, so darf diese
den Kurs einfach aussetzen. Am besten für die Banken ist aber, dass Zertifikate den Sparern im Falle einer Pleite nicht ersetzt zu werden brauchen, denn sie gehören nicht zu den abgesicherten, geschützten Vermögensanlagen.
Die Lehmann-Zertifikate wurden in Deutschland insbesondere von der Deutschen Bank an ihre Anleger und Sparer vermittelt. Eine Devisenhändlerin gestand im Jahr 2009 in einem Buch dann auch folgendes:

Der deutsche Zertifikatemarkt war über Jahre die Kuh gewesen, die wir gemolken hatten [102].

Schließlich waren allein bei der Deutschen Bank rund 30.000 Rentner geschädigt und rund 125 Mrd € hatten den Besitzer gewechselt. Die einen verloren zwar, andere gewannen dadurch aber – und im November 2007 erhielt der Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, in New York den großen Orden der Lehmann-Bank verliehen, den “Herbert H. Lehman Human Relations Award”. Im Juni 2009 erhielt die bundesdeutsche Kanzlerin Angela Merkel für ihre “Zuarbeit” in Washington einen Preis, den man nach dem Bankier Eric M. Warburg benannt hat.
Als Schutzinstitution für die die Investoren sollte eigentlich die deutsche Banken- aufsicht wirken, die BaFin, das Bundesministerium der Finanzen. Die BaFin hatte aber nie etwas gegen den Verkauf von Zertifikaten in Deutschland, woran erkennbar ist, dass die BaFin eher als Schutzeinrichtung für die US-Banken arbeitet, denn als Schutzeinrichtung für die deutschen Sparer. Was aber wenig verwundert, weil die
BaFin nicht durch Steuergelder, sondern durch Umlagen der von ihr beaufsichtigten Banken finanziert wird.
Auch die Landesbehörden der BaFin, die Ordnungsämter der Landräte, prüfen praktisch nie die lokalen Finanzvertriebe wie AWD, MAGUS, PHOENIX usw. auf den Strukturvertrieb wertloser Wertpapiere, Beteiligungen und geschlossene Fonds ab, sondern prüfen allenfalls die Bücher der angeschlossenen provisionierten Handelsvertreter daraufhin, ob die denn auch brav alles nach oben abgeliefert haben. Und nachdem der Finanzvertrieb PHOENIX die 100.000 € Ersparnisse des Rentners Paul Lange verzockt hatte, erhielt sein Rechtsanwalt nicht einmal Einsicht in die Prüfungsunterlagen der Ämter, trotz des angeblich geltenden Informationsfreiheitsgesetzes [103]!
Die Vernachlässigung der Interessen der deutschen Anleger ist bei der BaFin praktisch Routine. Als die isländische Kaupthing-Bank Ende 2008 Pleite ging, sahen sich 30.000 deutsche Kunden als Geschädigte. Aber völlig unnötig, denn in Österreich, Norwegen, Finnland und Schweden erhielt jeder Kaupthing-Kunde sein Geld zurück, wenn er es wollte. In Deutschland aber sperrte die BaFin die Konten der Kaupthing-Bank, und so konnten die deutschen Anleger ihr Geld nicht zurückerhalten [104].
Auch anderes spricht dafür, dass die deutschen Behörden keineswegs die Interessen der deutschen Sparer schützen, sondern eher den US-Banken und amerikanischen Organisationen helfen, die Deutschen kräftig auszuplündern.
Beispielsweise verdienen US-Banken heute auch daran, wenn deutsche Hauseigentümer ihre Kredite und Hypotheken nicht mehr bedienen können, und sie haben so manches Haus in Deutschland für 30% des Wertes bekommen. Die Hypo Bank ließ den US-Investor Lone Star verdienen und verkaufte ihm 1350 Kreditportefolios [105] … weitere bekam Goldmann Sachs [106]. Für 30% des Preises hätte vielleicht auch mancher in Schwierigkeiten geratene Erbauer eines Eigenheimes weitermachen können, aber Geld und Besitz sollten wohl umgewidmet werden.
Eine verschärfte Form dieses “Geschäfts” ist bei der Hypo Real Estate Bank der Verkauf von gut bedienten Hypotheken an US-Inkassounternehmen wie die Hudson Advisors GmbH, eine Firma, die gar kein Interesse an Rückzahlungen hat, sondern die Kredite sofort kündigt. Obwohl beispielsweise Sybille R. aus Wahlitz bei Magdeburg die Kreditraten für die Renovierung ihres Hauses immer pünktlich zurückzahlt hatte, leitete das US-Inkasso­unternehmen die Zwangsversteigerung ihres Hauses ein. Und die deutsche Justiz spielte auf der Seite der US-Unternehmen mit und billigt diesen Vorgang [107]. Auch Sparkassen in Schleswig-Holstein verkauften gut bediente Kredite an den US-Fond LoneStar weiter, der diese sofort vollstreckte, wie Christian Jentzsch in einer ARD-Dokumentation berichtete [129].
Nicht wenige Sparer verloren so unverschuldet ihre Lebensleistung, einige brachten dich darauf um. Andererseits konnten ein paar Sparkassendirektoren sich dafür selbst fürstliche Kredite genehmigen.
Rechts“anwälte und Justiz helfen auch noch auf anderen Wegen bei einer Neuverteilung deutschen Immobilienbesitzes mit. New Yorker Anwälte führen in Deutsch­­­land unter den Besitzern älterer Häuser und Grundstücke aus der Zeit vor 1945 systematisch Analysen der Grundbücher über die Besitzverhältnisse dahingehend durch, ob man diese Häuser und Grundstücke nicht zugunsten jüdischer Vorbesitzer beanspruchen könnte. Diesen Anwälten gelingt es dabei auch in Erfahrung zu bringen, wie es um die betreffenden Privatvermögen der Hausbesitzer steht, und neben der Enteignung stellen sie dann Forderungen für Nutzungsausfall, mit denen sie das Privatvermögen zielgenau abschöpfen.
Es erfolgt dann über deutsche Gerichte (!) eine ersatzlose Enteignung.
Als Dieter S. im Jahre 2001 ein Haus in Görlitz mit acht Wohnungen von seinem Vater erbte, war das Haus völlig heruntergekommen und praktisch unbewohnbar. Doch er renovierte es innerhalb von vier Jahren aufwändig, um dann die Wohnungen vermieten zu können. Als er gerade mit dem Renovieren fertig war, meldeten sich die Gerichte und verlangten die Hergabe des Hauses, weil es zur Nazizeit in jüdischem Besitz gewesen sei. Sein Vater hatte das Haus zwar von einer Bank erworben, doch das zählte nicht, denn eine frühere Vorbesitzerin war Jüdin. Das geerbte Haus wurde ihm per Gerichtsbeschluss ohne irgendeine Entschädigung abgenommen. Nicht einmal die Renovierungskosten erhielt er erstattet. Damit aber nicht genug, denn die Jewish Claims Commission verlangte nun für die vier Jahre, die das Haus im Besitz von Dieter S. war, eine Nutzungsausfallentschädigung in Höhe von 100.000 € und beanspruchte damit quasi die gesamten Lebensersparnisse und Altersrücklagen des Rentners. Und die Gerichte gaben der Jewish Claims Commission Recht. Dieter S. verlor sein gesamtes Erbe und musste zusätzliche 50.000 € zahlen.
Diese gezielten Abschöpfungen machen klar, wie gefährlich es ist, seine finanziellen Verhältnisse Banken und anderen Organisationen wie der Schufa oder der Creditreform gegenüber genau anzugeben. Zu tausenden werden ahnungslose Bürger Opfer von deutschen Gesetzen und Verordnungen, die man nur als kriminell bezeichnen kann.
Laut Beschluss des deutschen Bundesgerichtshofes soll z.B. Karl-Heinz Frehlich den Rest eines Kredites zurückzahlen, den sein Großvater zur Kaiserzeit im Jahr 1920 aufgenommen hatte. Sein Großvater hatte den Kredit für einen Gutshof aufgenommen, den er damals betrieb. Als ihm jedoch 1950 von der DDR das Gut ohne Entschädigung enteignet wurde, konnte der Großvater den Kredit nicht mehr vollständig zurückzahlen. Karl-Heinz Frehlich musste letztlich, laut Gerichtsbeschluss, für seinen Großvater aufkommen [108].
Rund 700 deutsche Familien sind pro Jahr mit solchen oder ähnlichen Forderungen konfrontiert und sehen sich teils mit gerichtlichen Zwangsvollstreckungen bedroht. Und der “Bundestag der Deutschen” hat diesen Forderungen 2001 per Gesetz Legitimität gegeben. Kriminell ist dieses Gesetz auch insofern zu nennen, als dass wahrscheinlich kein einziger Abgeordneter davon selbst betroffen ist – etliche Abgeordnete aber durch Aufsichtsrats­tantiemen der Banken davon profitierten.
Fonds und kapitalbildende Versicherungen helfen ebenfalls mit, dass Geld der deutschen Anleger ins Ausland zu transferieren. Viele Institutionen preisen die amerikanischen Geldanlagen als besonders lukrativ an. Was Schiffsbeteiligungen anbelangt, so werden zwar kaum mehr Schiffe auf deutschen Werften produziert, doch 60% der heute schwimmenden Öltanker und Containerschiffe sind mit dem Geld deutscher Anleger finanziert. Als Währung gilt dabei der US-Dollar, d.h. sämtliche Darlehen, Einkäufe und Verkäufe werden in US-Dollar getätigt.
Vor einigen Jahren noch versuchte die US-Filmindustrie daraufhin zu wirken, dass in Europa sämtliche Filmsubventionen verboten werden [109], doch dann fand man eine bessere Lösung in Form von Medienfonds/Filmbeteiligungen. Die Filme aus den Hollywoodstudios werden heute teils aus deutschem Anlegerkapital finanziert und die Studios erhalten oben­drein noch deutsche Staatssubventionen. Etwa 9 Mrd $ sind so seit 1999 aus Deutschland nach Hollywood geflossen [110], wobei etwa die Hälfte aus Inhaber-Schuldverschrei­bungen für Filmfonds stammt, die letztlich über steuerliche Abschreibungen in Deutschland finanziert sind. Stupid German Money“ nennt man das in den USA.
Der vom BRD-“Kulturstaatsminister” Bernd Neumann ins Leben gerufene Deutsche Filmförderfonds (DFFF) unterstützte beispielweise im Jahr 2007 den Scientology-Anhänger Tom Cruise bei seinem Anti-Hitler-Film mit 5 Mio €. Allein diese Fördersumme übersteigt die Produktionskosten der meisten deutschen Filme bei weitem [111]. But it’s only Stupid German Money – so what?
Sehr oft sogar werden aus diesen Geldern Filme zur “Holocaust”-Thematik gedreht wie z.B. „Schindlers Liste“ oder „Der Pianist“. Allein zwischen 1989 und 2003 wurden mehr als 170 Filme mit Holocaust-Themen gedreht [112], manche Quellen verzeichnen sogar 429 Titel [113]. Manchmal fallen die Kinostreifen zu diesem Thema aber auch so grottenschlecht und unglaubwürdig aus, dass sie gar nicht erst in die Kinos kommen, so wie damals ein Film von Jerry Lewis, in dem er einen Clown spielt, der Kinder in KZ-Gaskammern führt [114].
Auch die vielgepriesene “Exportweltmeisterschaft” der deutschen Wirtschaft mit einem Ausfuhrüberschuss von 195 Mrd € im Jahr 2007 (also vor der Krise), verdient genauere Betrachtung. Verschiedenes spricht dafür, dass es sich hier eigentlich um verdeckte Reparationszahlungen für den WK II, um Subventionen, Schutzgeldzahlungen oder um eine Weltmeisterschaft im Spendieren handelt. Die Besteuerung spricht dafür Bände, weil es auf Exporte keine Steuern gibt.
Während die Deutschen im Inland auf alles 19% Umsatzsteuer zahlen müssen, erhalten Ausländer die deutschen Produkte ohne Aufpreis, und die Mehrwertsteuer wird ihnen vom deutschen Fiskus sogar zurückerstattet, sollten sie diese quasi “versehentlich” gezahlt haben. Regierungen im Ausland können ihre Verkaufssteuern aufschlagen und verdienen.
Der Preis spricht des weiteren dafür, weil es sich bei vielen Exporten um ein Zuschußgeschäft handelt: Die Preise deutscher Fahrzeuge in den USA beispielsweise sind dort bis zu 50% niedriger als in Deutschland, trotz sehr viel besserer Ausstattung, trotz Spezialanpassung an die amerikanischen Sicherheitsvorschriften und trotz Verschiffung im Container. So ist ein Golf, der in Deutschland 30.000 € kostet, ist in den USA für lediglich 14.000 € zu haben. 5,5 Mio Fahrzeuge werden jährlich in Deutschland produziert, ein Drittel der europäischen Gesamtproduktion, 20% der Weltproduktion [115].
Wenn 2008 Fahrzeuge im Wert von 73 Mrd € in die USA exportiert wurden, so wurden den USA bei einem gegebenen US-Rabatt von 50% also rund 73 Mrd € nach Amerika spendiert [116].
Und schließlich bleibt auch zu fragen, wer denn letztlich von diesen Exportüberschüssen profitiert? Soweit diese nämlich von ausländischen Firmen in Deutschland erzielt werden, fließen sie als Gewinne ins Ausland ab – und zurück für Deutschland bleiben nur die Späne der Arbeit, die Entlassenen, die Kranken, die Verunfallten … und die Umweltverschmutzung.
Die “Reformen” unserer ReGIERungen dienten niemals dem Wohlergehen der deutschen Bürger, sondern immer denen der großen Firmen. Der Redakteur Karl Weiss von der Berliner Umschau schätzt, dass durch diese „Reformen“ heute pro Jahr 100 bis 150 Mrd € weniger an Steuern von Großfirmen gefordert werden, als vor der Kanzlerschaft von Helmut Kohl [117].
Firmen können heute die Kosten für die Verlagerung von Firmenteilen ins Ausland in Deutschland geltend machen, während sie die im Ausland erzielten Gewinne nicht in Deutschland zu versteuern brauchen.
Auch die Kosten für die Entlassung von Arbeitern und für Kursverluste lassen sich in Deutschland von der Steuer absetzen. Viele der Großkonzerne im Lande haben sich so regelrecht zu verdeckt antisozialen Organisationen entwickelt.
Anders kann man es nicht nennen, wenn eine Firma wie Infineon zuerst 1 Mrd € an Subventionen für ihre Fabrik in Ostdeutschland bekommt, dann aber später erklärt, sie wolle zum Teil ins Ausland umziehen. Die abwandernde Körber AG erhielt ebenfalls einige Millionen EURO an Subventionsgeldern. Eine Fachhochschule in Ost-Berlin entwickelte für sie eine Hochleistungsschleifmaschine, und die will die Körber AG aber jetzt von der Schweiz aus verkaufen und den Standort Berlin aufgeben. Müller Milch erhielt 31 Mio € Subventionen für den Stellenaufbau in Ostdeutschland, schloss aber zwei Standorte in Westdeutschland und der Eigentümer verlegte seinen privaten Wohnsitz in die Schweiz. Und so zahlt die BRD jedes Jahr ca. 25 Mrd € an Subventionen auch an solche deutschlandfeindliche Firmen.
Für Firmen gibt die BRD-Regierung insgesamt mehr an Subventionen aus, als für die ganze Sozialhilfe zusammen genommen. Ein Großteil von den 70 Mrd € Unternehmens-steuern jährlich fließt so an Unternehmen zurück, die nichts Besseres zu tun haben, als das Geld ins Ausland weiterzureichen. Es ist aber bei so einem Umzug nicht nur der Verlust an Steuereinnahmen und Arbeitsplätzen zu sehen, man muss auch sehen, dass diese Firmen alle Patente und Rechte mit ins Ausland nehmen, die von deutschen Ingenieuren entwickelt wurden.
Damit da von den großen Firmen, den Kapitalgesellschaften, genügend viel abfließen kann, hat die Steuerreform von Finanzminister Hans Eichel anno 2000 dafür gesorgt, dass steuerlich versierte Kapitalgesellschaften praktisch keine Steuern mehr zu zahlen brauchen. Kapitalgesellschaften können ihre Buchgewinne an Beteiligungen (z.B. durch gestiegene Aktienkurse) steuerfrei realisieren, Buchverluste (z.B. durch gefallene Aktienkurse) dagegen dürfen sie steuerlich abschreiben.
Erst als Vodafone 2004 die unverschämte Summe von 52 Mrd € abschreiben wollte, fiel der Öffentlichkeit auf, was für eine Vorzugsbehandlung hier legitimiert wurde. Tatsächlich erlaubte der Staat 2009 der Firma Vodafone eine Abschreibung von 15 Mrd € [118]. Allein bei den DAX30-Firmen schätzt man steuerlich legitimierte Buchwertverluste von 100 Mrd € pro Jahr. Siemens z.B. zahlte 2002 in Deutschland keine Steuern, ließ sich vielmehr 349 Mio € vom Finanzamt ausbezahlen, zahlte aber im Ausland Steuern [119]. Auch so kann man das Geld vom deutschen Steuerzahler ins Ausland pumpen.
Seit der Steuerreform 2000 dürfen deutsche Konzerne ihre ausländischen Verluste mit den inländischen Gewinnen verrechnen, was den Steuerzahler viele Milliarden kostet. Und wenn ein großer Konzern Firmenanteile verkauft, so kann er die Gewinne steuerfrei kassieren, macht das ein kleiner Handwerker mit seinem Betrieb am Ende seines Erwerbslebens, so ist er voll steuerpflichtig. Die großen Firmen werden die nächsten Jahre keine Steuern zahlen, die Steuerlast wird zu den kleineren Firmen, zur Einkommenssteuer und Lohnsteuer der einfachen Arbeitnehmer verschoben.
Kein Wunder, wenn es den Menschen in Deutschland immer schlechter geht [120].
Während im Fernsehen Bilder von “kriminellen” Bürgern gezeigt werden, die an der Grenze zur Schweiz von der Polizei geschnappt wurden, weil sie 10.000 € Bargeld mitnehmen wollten, entgeht der Aufmerksamkeit völlig, wie die großen Firmen und Banken mit der Unterstützung und dem Wohlwollen des Staates Milliardenbeträge ins Ausland abfließen lassen. Während der Staat für die Öffentlichkeit mit der Lupe nach den kleinen deutschen Termiten am Bau sucht, übersieht er dabei aber geflissentlich, wie global agierende Elefanten das ganze Haus nieder­trampeln.
Die 14 Steuerfahnder einer bestimmten Abteilung des Finanzamtes Hessen waren die vielleicht besten im ganzen Lande. Sie hatten allein 2001 dem Land 250 Mio € und dem Bund 1 Mrd € verdient [121]. Und 2008 schien es so, als sei ihnen wieder ein großer Wurf gelungen. In ihrem Bereich haben alle großen Banken ihre deutschen Zentralen, und die Steuerfahnder kamen in den Besitz von 326 Akten und 357 Ordnern zu gewaltigen Geldtransaktionen nach Liechtenstein. Steuerliche Zusatzeinnahmen in Milliardenhöhe standen in Aussicht.
Als bekanntester Vermögensverschieber geriet der “Manager des Jahres 2003” und ehemalige Postvorstand Klaus Zumwinkel ins Fahndernetz. Doch da fühlten sich einflussreiche Kreise bedroht – und das Imperium machte kurzen Prozess.
Man erreichte, dass die entsprechende Steuerfahndungsabteilung des Finanzamtes Hessen aufgelöst wurde, die meisten Beamten wurden auf andere Posten versetzt, vier besonders erfolgreiche Fahnder wurden mit Mitte vierzig unfreiwillig in den vorzeitigen Ruhestand geschickt. Der erfolgreichste von ihnen wurde im Auftrag der hessischen Landesregierung als “Querulant” in die Psychiatrie eingewiesen! Und die Staatsanwältin Margrit Lichtinghagen, die Zumwinkel den Prozess machen wollte, wurde von ihrer Justizministerin mit Zwangsversetzung bedroht und gab auf. Zumwinkel und alle anderen großen Geldverschieber kamen natürlich glimpflich davon [122] [123].
Bezüglich der Mehrwertsteuer lässt der Staat an den Grenzen ein seltsames Geschehen zu, mit dem ihm jährlich geschätzte 20 Mrd € verloren gehen [124]. Die Mehrwertsteuer ist als Verbrauchssteuer von der Regierung nur für den deutschen Bürger gedacht, Unternehmer und die Besucher aus anderen Ländern brauchen sie nicht zu zahlen. So gibt es überall in den Grenzorten Geschäfte mit Hinweisschildern, dass den Kunden da die Mehrwertsteuer zurückerstattet wird (MOMS, VAT). Gegen Vorlage einer Rechnung erhält der Betreffende bei diesen Stellen die Mehrwertsteuer sofort in Bar zurückerstattet. Man mag es als Deutscher schade finden, dass es uns nirgendwo im Ausland auch so gut ergeht, doch der Clou sind die Schwindeleien im größten Umfang, gegen die der Staat nur wenig unternimmt.
So werden beispielsweise in vollbeladenen LKWs dieselben Waren im Kreis, immer und immer wieder, von Deutschland aus über die Grenze und zurück gefahren, und jedes Mal kassiert das Ausland erneut die Mehrwertsteuerrück- erstattung vom deutschen Finanzamt. Bei einer Ladung mit 500 Computern macht das pro Grenzübertritt eine Einnahme von ca. 80.000 € für die kriminelle Auslandsmafia aus.
Das Geld wandert überall hin, nur wenig bleibt in diesem Lande. Die FraPort AG, also die Firma, die den Frankfurter Flughafen betreibt, hat 4 Mrd € ihrer Anleger in Manila in den Sand gesetzt, weil die Philippinen den dort von der FraPort gebauten Flughafen nicht bezahlen wollen. Schlecht für die Geldanleger. Aber nicht so schlecht für die Vorstandsmitglieder von FraPort, die sich 2003 trotzdem eine nette Aufstockung ihrer Gehälter von jährlich 500.000 € auf 750.000 € genehmigten. War ja auch längst überfällig. Wer kann schon mit nur 500.000 € pro Jahr auskommen? Und 2008 unterstützte die Bundesregierung die FraPort noch mal gern mit 41,9 Mill €, als Bundesgarantie zum Schutz vor Risiken im Ausland [125].
Bei den geschäftlichen Verlusten der Wirtschaft bei Auslandsgeschäften scheint die Ursache aber weniger im Peter-Prinzip zu bestehen oder darin, dass es inkompetente Nieten in Nadelstreifen an die Spitze von Großkonzernen geschafft haben [126].
Es scheint vielmehr so zu sein, dass korrupte Manager und Endscheider bewusst an solchen Schlüsselstellen installiert werden, damit man mit ihrer Hilfe gezielt Geld abfließen lassen kann.
Wie sonst wären trotz vieler gigantischer Firmenpleiten die hohen Abfindungen für diese Manager zu erklären – und wie sonst, dass diese Manager danach regelmäßig schnell die nächste Chance erhalten, ihr unheilvolles Management in einer anderen Firma fortzusetzen.
Angesichts dieser gigantischen Fehlleistungen ist es schierer Hohn, wenn da einige äußern, die hohen Managergehälter seien wegen der gewaltigen „Personalverantwortung“ der Manager durchaus gerechtfertigt. So wie es angesichts der heutigen Massenentlassungen aussieht, beziehen diese “Top”manager
ihre TOP-Gehälter eher proportional zu ihrer Skrupellosigkeit.
Der französische Historiker Emmanuel Todd erinnerte sich an den Skandal der Credit Lyonnais und meint, dass ein massives finanzielles Engagement in den Vereinigten Staaten immer der Ankündigung einer Katastrophe gleichkommt [127].
Wie also wird sich z.B. Siemens entwickeln, wenn im Aufsichtsrat inzwischen schon drei der Herren nicht mehr aus Deutschland sind? Zuletzt trat im August 2003 der in New York lebende Jerry I. Speyer in den Siemens-Aufsichtsrat ein, um hier seine Kollegen John D. Coombe und Sir Iain Vallance zu unterstützen. Wie viele Deutsche sitzen im Gegenzug eigentlich im Aufsichtsrat des US-Konzerns General Electric?
Die Abschöpfung der Deutschen, insbesondere zugunsten der USA und einem Zwergenstaat im nahen Osten, wird sich jedenfalls so schnell nicht ändern.
Das machte eine Anfrage des CDU-Parlamen­tariers Martin Hohmann deutlich. Hohmann fragte im Jahr 2003 [128]:
Ist die Bundesregierung angesichts der Wirtschaftsentwicklung und des Rückgangs der Staatseinnahmen bereit, ihre Zahlungen an die Europäische Union zu verringern?
Die Antwort war: Die deutsche Verpflichtung gegenüber der
Europäischen Union wird ohne Abstriche eingehalten
.
Ist die Bundesregierung bereit, sich auch für deutsche Zwangsarbeiter einzusetzen, nachdem für ausländische und jüdische Zwangsarbeiter 10 Milliarden DM zur Verfügung gestellt worden sind?
Die Antwort war: Man kann die beiden Fälle nicht vergleichen.
Die Bundesregierung wird sich gegenüber Rußland, Polen und der Tschechischen Republik nicht für eine symbolische Entschädigung
und ein Zeichen der Genugtuung für die deutschen Zwangsarbeiter einsetzen
.
Ist die Bundesregierung angesichts der Wirtschaftsentwicklung und des Rückgangs der Steuereinnahmen bereit, ihre Entschädigungszahlungen nach dem Bundesentschädigungsgesetz (also an – vor allem jüdische – Opfer des Nationalsozialismus) der gesunkenen Leistungsfähigkeit des deutschen Staates anzupassen?
Die Antwort war: Nein, der Respekt vor dem damaligen Leiden dieser Menschen gebiete, das Entschädigungsniveau uneingeschränkt aufrechtzuerhalten.
Sein Fazit fasste Hohmann anschließend so zusammen:
Mich haben diese Antworten nachdenklich gemacht und sie bestätigen die in unserem Land weit verbreitete Anschauung: Erst kommen die anderen, dann wir. Überspitzt gesagt: Hauptsache, die deutschen Zahlungen gehen auf Auslandskonten pünktlich und ungeschmälert ein.
Dafür müssen die Deutschen den Gürtel halt noch ein wenig enger schnallen.
Offen gestanden, ich würde mir einen Konsens wünschen, wie er in vielen anderen Ländern der Welt besteht. Dort lautet dieser Konsens: Der eigene Staat muss in erster Linie für die eigenen Staatsbürger da sein.
Wenn schon eine Bevorzugung der Deutschen als nicht möglich oder nicht opportun erscheint, dann erbitte ich wenigstens Gleichbehandlung von Ausländern und Deutschen.
Fußnoten / Quellennachweise:
  • [55] Anders als die PAZ 2003 schreibt die BZ nur von 10,4 Mrd € netto.
  • [56] Gerold Büchner und Bettina Vestring: Merkel erkauft Gipfel-Erfolg. Berlin Online, 23.12.2005.
  • [57] Hans-Peter Richter: Fremde Militärstützpunkte in Deutschland. Deutscher Friedensrat, April 2006, http://www.nema-online.de/FremdeBaseniD.pdf
  • [58] www.defenselink.mil, 2008.
  • [59] Zum Vergleich: In einem Pentagon-Papier werden die Stationierungskosten für 67.000 Soldaten im Irak auf 14 Mrd $ geschätzt. Jochen Bittner: Widerstand aus tausend Zellen. 12.08.2004.
  • [60] So bei Wikipedia zum Thema „Besatzungskosten“ im Mai 2008. Nach einer amerikanischen Quelle werden von Deutschland mit 0,922 Mrd € aber nur 21% übernommen. www.defenselink.mil
  • [61] www.regierung.oberpfalz.bayern.de
  • [62] Mainzer Allgemeine Zeitung, 8.7.2004.
  • [63] US-Streitkräfte geben Rhein-Main-Airbase endgültig auf. Financial Times Deutschland, 30.12.2005.
  • [64] Elmar Getto: Leipziger Flughafen wird Drehkreuz für Großwaffen- und Lufttransporte. Berliner Umschau, 6.12.2005.
  • [65] In ähnlicher Weise ist Italien betroffen. In Vincenca, 80 km westlich von Venedig, soll 2008 ein großer amerikanischer Militärstutzpunkt für 4.000 Soldaten ausgebaut werden, und Italien will das mit einigen 100 Mio € finanzieren. Die Proteste der Bevölkerung vor Ort werden ignoriert. Kordula Doerfler: Vincenza kämpft gegen Ausbau der US-Militärbasis. http://www.bazonline.ch/, 05.10.2008.
  • [66] Dago Langhans, Washington, www.friedensbewegung.info.
  • [67] http://www.german-foreign-policy.com/de/news/article/1077924106.php, 28.2.2004
  • [68] http://www.welt.de/: Milliarden-Unterstützung für Afghanistan, 30.4.2004.
  • [69] Auswärtiges Amt: Humanitäre Hilfe des Auswärtigen Amts, Bilanz 2003, www.auswaertiges-amt.de
  • [70] www.bundesfinanzministerium.de, 07.07.2006.
  • [71] Deutscher Bundestag, Drucksache 15/337.
  • [72] Lausitzer Rundschau, http://www.lr-online.de/, 24.03.2004.
  • [73] Markus Hinterberger: Ich-AGs polieren Gründerstatistik auf. Financial Times Deutschland, 1.4.2004.
  • [74] Alexander Dill: Lehman-Crash – Wie deutsche Banken das Desaster befördert haben. http://www.spiegel.de/, 15.9.2009.
  • [75] H.-J. Knipper, R. Langraf, M. Maisch: Indeskretion nach Spitzentreffen. Handelsblatt, 24.2.2003.
  • [76] Jörg Asmussen: Verbriefung aus Sicht des Bundesfinanzministeriums. Kreditwesen, 19/2006.
  • [77] Prof. Dr. Hans-Joachim Selenz: Brandstifter Asmussen? http://www.mmnews.de/, 07.01.2009.
  • [78] Rechtsanwalt Dr. Volker Gallandi, Gorxheimertal: Strafrechtliche Aspekte der Asset Backet Securities. Zeitschrift für Wirtschafts- und Steuerstrafrecht, 2, 13.2.2009, S. 41 ff.
  • [79] Utz Claassen: Wir Geisterfahrer. Murmann, Hamburg, 2009.
  • [80] Ellen Hodgson Brown: Der Dollar Crash. Kopp, 2008, S. 567.
  • [81] Jürgen Elsässer: Die gefährlichste Bank Deutschlands. Neues Deutschland, 08.10.2008.
  • [82] Hans-Jürgen Maurus: Depfa – das schwarze Loch der Hypo Real Estate. http://www.tagesschau.de/, 31.10.2008.
  • [83] Hans Weiss & Ernst Schmiederer: Asoziale Marktwirtschaft, Kiepenheuer&Witsch, Köln, 2004.
  • [84] Beat Balzli: Teure Turbulenzen, Der Spiegel, 44/2003, S.100 f. Interessant, dass der Spiegel „KfW=Kreditanstalt für Wiederaufbau“ nicht ausschreibt. Die richtigen Assoziationen sollen wohl nicht geweckt werden.
  • [85] Neues Deutschland online: Ein Ketchua gegen die WestLB, 8.7.03.
  • [86] FTD: WestLB hat Boxclever verkauft, Die Welt online, 16.4.2004.
  • [87] Die Welt, 24.6.2003, S. 9
  • [88] Preußische Allgemeine Zeitung, Folge 28, 12.07.2003.
  • [89] H.J. Selenz: Wildwest auf der Chefetage. Noch unveröffentlichtes Buch.
  • [90] Die Welt, 25.8.2009, S.18.
  • [91] Annika Joeres: Auf der Kippe. FR-Online, 03.01.2009.
  • [92] Die Welt online, 16.11.2003.
  • [93] Werner Rügerner: Vernichtungsinvestitionen. Junge Welt, 17.4.2004
  • [94] Telekom/VoiceStream: US-Sicherheitsbehörden einverstanden. Heise online, 18.01.2001.
  • [95] Lutz Frühbrodt: Teure Nummer. Ein zweifelhaftes Geschäft bei der Telekom. www.welt.de, 11.10.2006.
  • [96] Albrecht Müller: Wie kommt man schnell zu Geld. www.nachdenkseiten.de, 1.12.2006.
  • [97] Jarka Kubsova: Investoren klagen gegen das Land Berlin. Financial Times Deutschland, 4.6.2007.
  • [98] Michael Grandt: Der ‚Finanzmassenmörder‘. info.kopp-verlag.de, bzw. : Der große Crash, ZDF, 10.9.2009.
  • [99] Rolf-Herbert Peters: Kurz vor Schluss abkassiert. http://www.stern.de/, 11.12.2008.
  • [100] Hinrichs Otto-Werner: Money makes the world go round -03, http://www.readers-edition.de/, 19.11.2009.
  • [101] Derivatives take a Buffetting. http://www.telegraph.co.uk/, 8.3.2003.
  • [102] Anne T.: Die Gier war grenzenlos. Econ, 2009, 2. Auflage, S.11.
  • [103] Kontraste Magazin: Regierung will Ursachen der Finanzkrise verheimlichen. 13.2.2009. http://www.youtube.com/watch?v=s5ulRFqZEsE&feature=related
  • [104] Streit um Kaupthin-Geld. http://www.telebörse.de/, 27.2.2009.
  • [105] Anette Sydow: Die Schuldensammler. Die Welt online, 29.04.2005.
  • [106] Die Welt, 7.5.2004, S. 23.
  • [107] Christiane Cichy: Finanzkrise – Wie deutsche Banken Kreditnehmer in Bedrängnis bringen. MDR TV, 21.10.2008.
  • [108] TV-Sendung „FAKT“ im Ersten Deutschen Fernsehen am 24.11.2008, www.mdr.de.
  • [109] Regisseur Wim Wenders in einem Interview bei Phönix TV am 12.12.2003.
  • [110] Matthias Kurp: Medienfonds als “Stupid German Money”, www.medienmaerkte.de, 5.2.2004.
  • [111] Bund fördert Cruise-Film. www.n-tv.de, 5.7.2007.
  • [112] D. Sterritt: The one serious subject Hollywood doesn’t avoid. The Christian Science Monitor, 22.11.2002.
  • [113] Richard Corliss: Beyond Holo-Kitsch. http://www.time.com/, 04.01.2009.
  • [114] Thom Bennett: Jerry Lewis’ “The day the clown cried revealed”, 14.3.2001.
  • [115] Christoph Stein: Satt und depressiv. Telepolis, 30.5.2006.
  • [116] Nach einer Nachricht von AP vom 23.9.2009 ist der deutsche Fahrzeugexport in die USA vom 1. Hj 2008 zum 1. Hj 2009 um 26,5% auf 27 Mrd € eingebrochen: 100×27/(100-26,6) x 2 Hj = 73,47 Mrd €.
  • [117] Karl Weiss: Die Legende vom Sparzwang, Berliner Umschau, 01.03.2006, www.rbi-aktuell.de
  • [118] Frank Seidlitz: Vodafone bittet den Steuerzahler zur Kasse. http://www.welt.de/, 3.12.2009.
  • [119] Hans Weiss und Ernst Schmiederer: Asoziale Marktwirtschaft, Kiepenheuer & Witsch, Köln, 2004.
  • [120] Ulrich Berger und Christoph Stein: Zwischen Baum und Borke. Telepolis, 05.07.2004.
  • [121] Matthias Thieme: Mobbing nach System – Steuerfahnder in Hessen kaltgestellt. http://www.fr-online.de, 17.7.2009.
  • [122] politik-global.net, 05.01.2009.
  • [123] Steuerfahnder angeblich vom Psychiater kaltgestellt. AP, 11.7.2009.
  • [124] Frank Thewes: Fette Beute beim Fiskus. FOCUS Magazin 36/2004, S. 27.
  • [125] Fraport erhält 41,9 Millionen vom Bund, AP, 16.4.2008.
  • [126] Günther Ogger: Nieten in Nadelstreifen.
  • [127] Emmanuel Todd: Weltmacht USA. Ein Nachruf. Piper, München, 2004.
  • [128] Aus dem Wortlaut der Rede von Martin Hohmann zum Nationalfeiertag 2003, Website der Neuhofer CDU, 31.10.2003.
  • [129] Christian Jentzsch: Und plötzlich ist das Haus weg – Wie Sparkassen die Kredite kleiner Leute verscherbeln. Dokumentation, ARD, 16.1.2008.
  • [130] http://www.exulanten.com/plundertwo.html, 2010.
Kategorie(n): Systemkrise

4 Leserkommentare zu diesem Artikel:

  1. Hubert Brune sagt:

    Gratulation! Ein insgesamt (also Teil 1 und 2) eine sehr gute Analyse mit sehr vielen Fakten und Quellenangaben.

    Man möge sich immer daran erinnern, daß jeder Deutsche auch heute noch das höchtste Pro-Kopf-Einkommen hätte, wenn es nicht den Neid, die Eifersucht, die Gier der meisten Ausländer gäbe, die aus diesen rein egoistischen Motiven heraus den Deutschen Kriege, insbesondere die Weltkriege, die Mitgliedschaft in der NATO und eben in dem europäischen Wahn-Gebilde, das von der „Montan-Union“ bis zur „EU“ und zur „Eurozone“ reicht, aufgezwungen haben, um die Deutschen auszubeuten, sich auf Kosten der Deutschen zu bereichern.

    Ich will damit nicht sagen, daß wir andere Völker an unserem Reichtum nicht teilhaben lassen sollen: Im Gegenteil: Wir wollen andere Völker an unserem Reichtum nicht teilhaben lassen! Nur sollen sie sich gefälligst bei uns bedanken. Das haben sie noch nie getan. Auch wir haben einen Stolz! Der wird ständig mit Füßen getreten. Auch von unseren eigenen Herrschenden. Das muß sich endlich ändern. Es geht um die Wiederherstellung der Akzeptanz des Stolzes, ja überhaupt der thymotischen Regungen; die völlig wahnsinnige Übermacht der Gier bzw. des „Eros“ über den Stolz bzw. den „Thymos“ muß endlich eingedämmt werden (**|**|**|**|**|**). Dadurch schützen wir auch die Umwelt. Die heutige Umweltpolitik ist verlogen – genauso wie alle Wirtschafts- und Finanzpolitik, alle Kriegspolitik, ja überhaupt alle Politik, und zwar vor allem deswegen, weil Deutschland seit 1918 ausgebeutet wird!

    Das ganze europäische Wahn-Gebilde nach dem 2. Weltkrieg – ob „Montan-Union“, „EWG“, „EU“, „Euro“ oder sonstwie (**|**|**|**|**|**|**) – ist die Fortsetzung des Versailler Diktats (**|**); also ist es auch schon seit seinem Anfang (**) mehr als eine Transferunion. Es geht hier um die Fortsetzung der Siegerpolitik bzw. -justiz, die schon im November 1918 begonnen hat, die von Hitler im März 1936 zwar beendet wurde, weshalb ihm jedoch der 2. Weltkrieg aufgezwungen (**), gegen ihn mit viel Glück gewonnen werden, sie also ab Mai 1945 wieder fortgesetzt werden konnte. Die von Hitler herbeigeführte kurze Pause (9 Jahre + 2 Monate, ohne Krieg: 3 Jahre + 6 Monate) hat zuletzt daran auch nichts ändern können, weil der 2. Weltkrieg ebenfalls verloren wurde, was eben u.a. bedeutet, daß Deutschland seit Mai 1945 noch mehr zahlt, zahlt und zahlt. Und die Lüge von der „Einheit“ – in Wahrheit: die 3. Folge des Versailler Diktats – bedeutet, daß Deutschland seit Oktober 1990 noch mehr als je zuvor zahlt, zahlt und zahlt. Ohne jede Geschichtskenntnis ist, wem hier nicht gleich die Analogie von Karthago und Deutschland auffällt. (Und nebenbei gesagt: wenn es so weitergehen wird, dann wird – nicht zufällig – die Analogie von Judäa und Deutschland folgen!). „Irgendwie kann das Gefühl aufkommen, daß der ganze freie Markt und Welthandel gegen Deutschland arbeitet.“ (Dewion [**|**]). „So wie es aussieht, hat niemals in der Geschichte der Menschheit ein Volk an andere Völker soviel gezahlt wie die Deutschen.“ (Dewion [**]). Das Sozialamt Deutschland zahlt an alle und jeden. Es bezahlt die Welt. An Deutschlands Sozialwesen soll die Welt genesen!

    Das, was außerhalb Deutschlands die Deutschen bedeuten, das bedeutet innerhalb Deutschlands die Mittelschicht: Leistungsträger (**|**|**)! Die Leistungsträger sind es, ohne die es nicht geht, ohne die aber auch niemand mehr ausgebeutet werden könnte! Deutschland, die Deutschen, d.h. – genauer – Deutschlands Mittelschicht wird sowohl von der Oberschicht als auch von der Unterschicht bzw. deren Vertretern innerhalb und außerhalb Deutschlands rigoros und ohne jeden Skrupel ausgebeutet, und zwar viel mehr als die industriellen Proletarier im 19. Jahrhundert (**|**|**). Das die Situation für die Mittelschicht heute viel gefährlicher ist (und besonders noch werden wird!), als sie es für die industriellen Proletarier des 19. Jahrhunderts war, zeigt sich auch insbesondere daran, daß die Mittelschicht des 21. Jahrhunderts zu wenig Nachwuchs und also immer weniger Zukunftsaussichten hat, während die Unterschicht des 19. Jahrhunderts zu viel Nachwuchs und immer mehr Zukunftsaussichten hatte (deshalb reagierte Bismarck schon in den 1880er Jahren entsprechend mit Sozialversicherungen für alle und Zulassung der Arbeiterparteien – Deutschland war auch diesbezüglich Weltführer **). Deshalb warten wir darauf und fordern, daß Deutschlands Mittelschicht endlich politisch vertreten wird. Es ist ein Skandal, daß dies noch nicht geschehen ist! **

    Ohne Deutschland kann Europa nicht überleben! Und weil das alle wußten und wissen, die an den beiden Weltkriegen gegen Deutschland teilnahmen und an diesem 3. Weltkrieg gegen Deutschland teilnehmen, mußten und müssen sie ständig Lügen erfinden, um Deutschland, die Deutschen und besonders deren Mittelschicht immer mehr ausbeuten zu können. Deutschlands Reichtum soll allmählich auf andere Länder übergehen, und genau das geschieht auch – seit November 1918. Und diese Tatsache, daß das schon seit 1918 geschieht, läßt erkennen, daß es noch sehr lange so weitergehen kann. Deutschland war mehr als ein Jahrhundert lang das reichste Land der Welt (**)! Trotz Ausbeutung! Trotz Zerstörung! Trotz aller anderen Kriegs- und Nachkriegsverbrechen seiner Kriegsgegner! Dank der Leistung der Deutschen ist Deutschland so rasch aufgestiegen und – nach dem jeweiligen kurzen Unterbrechungen wegen besonders extremer Ausbeutung durch seine neidischen Gegner – noch rascher wiederaufgestiegen auf Platz 1 der Welt (**)! Es war und ist der Wille, der Fleiß, die Arbeit, die Leistung der Deutschen, wodurch sie den Platz 1 der Welt erreichen und immer wieder erreichen konnten und können, aber der damit einhergehende immense Reichtum auch immer wieder seitens ihrer neidischen Gegner ausgebeutet, also zerstört werden sollte und soll und bekanntlich auch wurde und wird – außerdem wußten und wissen Deutschlands neidsche Gegner ja, daß die Deutschen immer wieder Reichtum produzierten und produzieren (vgl. auch: „Nachhaltigkeit“). Das durch Arbeit (Leistung!) erbrachte Vermögen der Deutschen war und ist so hoch, daß durch sie zunächst nur Ober- und Mittelschicht immens reicher wurden, dann alle drei Schichten immens reicher wurden, aber schließlich nur noch Ober- und Unterschicht immens reicher wurden und werden, ja jeder Oberschichtler ein nie dagewesenes Ausmaß an Reichtum (die globale Oberschicht ist mittlerweile reicher als alle Oberschichten der Menschheitsgeschichte zusammen [**|**|**|**]) erreichen und jeder Unterschichtler zu jeder diesbezüglichen Zeit hundertprozentig sicher sein konnte und kann, allein davon mindestens ein Jahrhundert lang genauso gut wie oder bald höchstwahrscheinlich sogar besser leben zu können als die von ihm Ausgebeuteten. Der „gemeinsame Nenner“ für Ober- und Unterschicht war, ist und wird immer sein: Unterdrückung und Ausbeutung der Mittelschicht.

    Erst wenn der letzte Mittelschichtler Deutschlands so arm ist, daß er seinen Ausbeutern aus der Ober- und der Unterschicht nicht mehr helfen kann, werden diese ihn links (!) liegen lassen und sogleich sich von allen Verpflichtungen ihm gegenüber (denn die Ausgebeuteten werden dann ja genauso arm sein wie oder höchtswahrscheinlich sogar noch ärmer sein als seine Ausbeuter aus der Unterschicht) auf dieselbe verlogene Weise trennen, wie zu Zeiten ihrer Aufdrängung, ja Nötigung (vgl. § 240 StGB) und Erpressung (vgl. § 253 StGB) zwecks Ausbeutung, denn: Aubeuter bedienen sich der Lüge, um ausbeuten zu können und um nicht bestraft oder gar selbst ausgebeutet (also: gegenausgebeutet) werden zu können. Es war zwar die Oberschicht, die mit der Ausbeutung begann, und danach waren es zwar die Ober- und die Mittelschicht, die die Ausbeutung fortsetzten, doch schließlich waren und sind es es die Ober- und die Unterschicht, die die Ausbeutung in einem nie zuvor dagewesenen Ausmaß praktizierten und praktizieren. Die Forderung an alle Mittelschichtler Deutschlands, sich endlich gegen ihre Ausbeuter und Unterdrücker aus Ober- und Unterschicht der Welt (also: innerhalb und außerhalb Deutschlands) zu wehren und – weil sie heute von keiner (keiner!) in Deutschland etablierten Partei mehr vertreten werden (**) – von einer Partei vertreten zu lassen, ist mittlerweile ein seit langem schon überfälliges Gebot:

    Mittelschichtler aller Deutschen vereinigt Euch!

    • admin sagt:

      Verehrter Herr Brune,

      es freut uns immer wieder aufs Neue, Ihre ins Detail gehenden und mit viel Zeit- und Scharfsinn versehenen Kommentare lesen zu dürfen.

      Wir wollen uns aber nicht mit fremden Federn schmücken, denn der Dank gebührt nicht mir/uns, sondern dem Betreiber der Webseite von Sklaven ohne Ketten. Wir haben den Artikel lediglich grammatikalisch aufbereitet, Absätze eingefügt und ihn mit Grafiken und Verweisen versehen.

      Ihrem Kommentar ist kaum etwas hinzuzufügen – Ihre Meinungen und dargestellten Aussagen unterschreibe ich zu 99,9 Prozent. Nein, ich korrigiere: mit 100 Prozent.

      „Mittelschichtler aller Deutschen vereinigt Euch“

      Ja, es ist dringend an der Zeit, das zu tun! Allein fehlt es an Ideen. Haben Sie eine?

      Zu meinem Bekanntenkreis gehören mittlerweile 12(!) Kleinunternehmer, die von Steuerprüfern oder von der Sozialversicherung willkürlich unter die Mangel genommen wurden – und anschließend die Privatinsolvenz anmelden mussten.

      Fazit: Wer nicht Mitglied in einer „Loge“ ist, sollte den Gedanken an eine Selbständigkeit besser verwerfen.

      Bei mir hat sich das Finanz“amt“ (jetzt zum dritten Mal) für den 24. November erneut zur Prüfung angemeldet mit Vorausmitteilung weiterer Schikanen. Bisher haben die Raubritter mich noch nicht klein hacken können. Mal sehen, wie es dieses Mal abläuft.

  2. Hubert Brune sagt:

    Entschuldigung für die Löschfehler.

    Es muß heißen:

    Eine insgesamt (also Teil 1 und 2) sehr gute Analyse mit sehr vielen Fakten und Quellenangaben.

    Und:

    Wir wollen andere Völker an unserem Reichtum teilhaben lassen!

  3. der zuviel liest... sagt:

    Hallo Admin,

    hätten sie Interesse folgenden Sachverhalt zu recherchieren und mir folgende
    Frage zu beantworten:

    Warum importieren wir sogenannte Fachkräfte wenn wir zeitgleich die Schulen unserer Kinder schließen?

    http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/uni-klinik-in-halle-medizin-studenten-kaempfen-gegen-schliessung-a-896803.html

    Ich würde mich freuen wenn sie das Thema aufgreifen und bekannt machen würden.

    Mit Hochachtung vor dem Mut zur Wahrheit

    Der, der auch zuviel liest und denkt.

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